Vom 16. bis 18. September 2025 brachte der Matthews Engineering Energy Summit Branchenführer, Vordenker:innen und Visionäre aus den Bereichen Energie- und Batterietechnologie im neu eröffneten Development Center des Unternehmens in Vreden zusammen. Unter dem Motto "Shaping the future of technology now" stellten Fachvorträge, Impulse, Diskussionen und Betriebsführungen neue, richtungsweisende Technologien und die Skalierung fortschrittlicher Energietechnologien für die industrielle Anwendung in den Mittelpunkt.

Eröffnet wurde der Energy Summit mit einer herzlichen Begrüßung durch Brandon Babe, President Matthews Engineering, und Thomas Hackfort, Senior Vice President Design & Development, die betonten, dass Wandel dort entsteht, wo Visionen und Wissen zusammenkommen, und die Bedeutung von Zusammenarbeit, fachlichem Austausch und der Umsetzung von Forschungsergebnissen in produktionsreife Lösungen als ganz wesentlichen Faktor hervorhoben. Das nachfolgende zweitägige Programm wurde von Dr. Veronika Wright, Gründerin von Electrified Veronika und CEO der Electrification Academy, eröffnet.
In ihrem Impulsvortrag spannte Dr. Wright den Bogen von aktuellen Trends in Batterie- und Energietechnologien über die zunehmende Bedeutung skalierbarer Fertigungsprozesse bis hin zur zentralen Rolle branchenübergreifender Kooperationen für eine erfolgreiche Energiewende. Ihre Ausführungen setzten die inhaltliche Klammer für die folgenden technischen Sessions und Diskussionen, in denen renommierte Expert:innen aus Forschung, Wissenschaft und Industrie ihre Perspektiven und Fachkenntnisse einbrachten.

Der erste Tag konzentrierte sich auf Batterietechnologien, wobei der Schwerpunkt auf Trockenbeschichtungsverfahren für Elektroden lag. In den Vorträgen wurde erörtert, wie die Trockenbeschichtung giftige Lösungsmittel überflüssig macht, den Platzbedarf der Anlagen verringert, ein breiteres Spektrum an Schichtdicken ermöglicht und die Leistung der Zellen verbessert - was für die Herstellung von Festkörperbatterien besonders interessant ist.

Prof. Dr. Arno Kwade (iPAT, TU Braunschweig / Fraunhofer ZESS) besprach die optimale Pulververarbeitung für hochwertige und haltbare Elektrodenbeschichtungen (dry und semi-dry coatings).
Dr. Célestine Singer (Factorial Energy) erläuterte, welche Rolle der Trockenbeschichtung bei der Herstellung von All-Solid-State-Batterien zukommt, sowie deren Auswirkungen in Form verbesserter Interface-Kontrolle und hoher Zyklenfestigkeit.
Dr. Holger Althues (Fraunhofer IWS ) stellte das DRYtraec-Konzept vor und hob dessen Effizienz bei verschiedenen Materialien und Zellchemien hervor.

Marcel Wissing und Esa-Matti Aalto (Matthews Engineering) gaben einen Überblick über die jahrzehntelange Erfahrung von Matthews Engineering in der Elektrodenherstellung und stellten die Weiterentwicklung dieser richtungsweisenden Technologie in Form einer mehrwalzigen Kalanderlösung vor. Darüber hinaus sprachen sie über fortschrittliche Primerbeschichtung für Elektroden sowie hochleistungsfähige Anlagen für die schnelle und effiziente Produktion von Batterie-Separatorfolien.

Dr. Moshiel Biton (Addionics) zeigte in seinem Vortrag, wie intelligente 3D-Stromabnehmer die Elektrodenladung und -leistung erhöhen und dabei gleichzeitig Kosten einsparen.
Prof. Dr. Shirley Meng (University of Chicago, ACCESS) legte dar, welche Architekturen von Trockenelektroden zur Maximierung der Energiedichte auf Zellebene führen.
Dr. Alex Madsen (Anaphite) stellte skalierbare Trockenelektroden-Formulierungen vor, die das Pulverflussverhalten und die elektrochemische Leistung gezielt für den industriellen Einsatz optimieren.
Am zweiten Tag lag der Schwerpunkt auf Wasserstoffbrennstoffzellen und der Industrialisierung von Bipolarplatten für Elektrolyseure.

Dr. Michael Joemann (Fraunhofer UMSICHT) stellte in seinem Vortrag ultradünne Bipolarfolien aus thermoplastischen Verbundwerkstoffen vor, die zugleich Gewicht reduzieren, Kosten senken und eine hohe Recyclingfähigkeit bieten.
Prof. Dr. Ulf-Peter Apfel (Fraunhofer UMSICHT / Ruhr-Universität Bochum) erläuterte die Bedeutung von Kohlenstoff-Bipolarplatten in der PEM-Wasserelektrolyse.
Mohsen Bagherpour (Matthews Engineering) sprach über Produktionsverfahren für Bipolarplatten bei Matthews Engineering und die damit verbundenen Kosteneinsparungen im Vergleich zu herkömmlichen Herstellungsprozessen.
Podiumsdiskussion - "Beyond CO₂: Technologie, Speicherung und Innovation für die Energiewende zusammen gedacht"

Von links nach rechts: Dr. Veronika Wright (Electrified Veronika / Electrification Academy), Prof. Dr. Christian Doetsch (Ruhr-Universität Bochum / Fraunhofer UMSICHT), Dr. Christian Terhürne (Thyssengas) und Thomas Hackfort (Matthews Engineering)
Als wesentliche Hebel zur Beschleunigung der Dekarbonisierung stellten die Podiumsteilnehmer:innen die Notwendigkeit zur sektorübergreifenden Integration, die Bereitstellung einer grünen Wasserstoff-Infrastruktur sowie skalierbare Produktionsprozesse heraus. Im Verlauf der Diskussion kam die Sprache unter anderem auf systemische Energieintegration, intelligente Netze, Wasserstoffpipelines und die Übersetzung von F&E-Innovationen in Lösungen im industriellen Maßstab.

Ein besonderes Highlight der Veranstaltung war die Vorstellung der neuen Generation rotativer Prozess- und Kalandertechnik von Matthews Engineering, im tatsächlichen industriellen Maßstab, für den Bereich Energiespeicherung. Anhand einer Virtual-Reality-Umgebung konnten die Teilnehmer:innen die Anlage auf eindrucksvolle Weise zum Greifen nah erleben.
Der neu eingerichtete Maker-Bereich im Development Center wurde gezielt für agile Zusammenarbeit und industrielle Skalierbarkeit konzipiert, und bietet funktionsübergreifenden Teams die Möglichkeit, schnell Prototypen zu entwickeln, zu testen und fortschrittliche Prozesstechnologien für Energiespeicher- und -umwandlungskomponenten zu skalieren. Während der Betriebsführungen erhielten die Teilnehmer:innen Einblicke in die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten des Equipments, der Ausstattung und der Expertise von Matthews Engineering. Zu den Kernkompetenzen zählen Rolle-zu-Rolle-Verfahren wie Extrusion, Laminieren, Kalandrieren, Schneiden, Prägen, Stanzen, Präzisionsbeschichtung, Beschichtung mit Schlitzdüsen und funktionaler Druck.

"Die Zukunft im Bereich Energiespeicherung passiert genau jetzt", sagt Thomas Hackfort, Senior Vice President, Design & Development, Matthews Engineering. "Solid-state, Recyclingfähigkeit neuartige Materialien - das passiert nicht nur in der Theorie. All das ist bereits Teil unserer aktiven Roadmap, die wir in enger Zusammenarbeit mit unseren Partnern gestalten."
Der Matthews Engineering Energy Summit 2025 hat anschaulich gezeigt, wie sich zukunftsweisende Technologien zu praxistauglichen, skalierbaren Produktionslösungen entwickeln lassen. Die Teilnehmer:innen erhielten wertvolle Einblicke, tauschten sich mit führenden Expert:innen aus und konnten aus erster Hand erfahren, welche Innovationskraft in vernetztem Denken und interdisziplinärer Zusammenarbeit steckt.
Mehr darüber, wie Matthews Engineering die Zukunft der Energietechnologie gestaltet, erfahren Sie unter Battery Manufacturing und Hydrogen Engineering & Technology.